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Wechseljahre – was passiert da genau?

Jede Frau weiß, dass sie einmal in die Wechseljahre kommen wird. Dennoch löst das Thema bei vielen Frauen Unbehagen aus. Das Wissen um die Zusämmenhänge kann helfen, besser damit umzugehen: eine positivere Sicht auf diese natürlichen Veränderungen und mehr Selbstvertrauen in den eigenen Körper zu entwickeln.

Kennzeichnend für die Wechseljahre ist, dass die Eierstöcke nach und nach immer weniger Progesteron und schließlich auch weniger Östrogen produzieren. Alarmiert durch die nachlassende Hormonbildung schüttet die  Hirnanhangdrüse mit vereinten Kräften bestimmte Botenstoffe aus. Zu diesen Botenstoffen gehören das Follikelstimulierende Hormon (FSH) sowie das Eisprung fördernde Hormon LH (luteinisierendes Hormon). Sie sollen die Eierstöcke wieder zu einer vermehrten Bildung von Östrogen und Gestagen anregen – ohne Erfolg. Die Produktion der männlichen Hormone sinkt dagegen kaum. Durch den Überschuss an  Botenstoffen und den Mangel an Geschlechtshormonen  gerät der Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht. Genau dieses Ungleichgewicht ist, was die verschiedenen Beschwerden der Wechseljahre verursacht.

An den Umstellungen der Wechseljahre sind mehrere Hormone beteiligt. Doch im Wesentlichen sind die körperlichen Symptome der Wechseljahre auf die sinkende Produktion des Hormons Östrogen zurückzuführen. Je gravierender der Östrogenabfall ausfällt, desto  stärker sind auch die Beschwerden. Etwa mit 50 Jahren ist der Vorrat an Eibläschen langsam aufgebraucht. Der Eisprung wird seltener, bis er schließlich ganz ausbleibt und die Östrogenproduktion eingestellt wird.  Den Zeitpunkt der letzten Periode nennt man Menopause. Danach  verringern sich die meisten Beschwerden wieder.