Bewegung soll Spaß machen.

Keine Frage, Sport in den Wechseljahren ist wichtig. Es fördert ein selbstbewußtes Körpergefühl, stärkt Herz und Kreislauf, ist gut für die Figur. Doch setzen Sie sich nicht unter Druck. Wählen Sie eine Sportart aus, die Ihnen wirklich Freude bereitet und Sie nicht überfordert. Ideale Sportarten sind Wandern, Nordic Walking. Radfahren, Schwimmen, Gymnastik und Tanzen. Wenn Sie nicht gerne allein trainieren, suchen Sie sich Verbündete. Im Sportverein oder im Bekanntenkreis.

Essen Sie öfter mal vegetarisch.

Achten Sie beim Einkauf bewusst auf gute Qualität und legen Sie öfters einen fleischfreien Tag ein. Sie werden überrascht sein, wie gut raffiniert zubereitete vegetarische Gerichte schmecken können und wie schnell Sie damit satt werden  – auch in kleineren Mengen.

Essen Sie gesund und genussreich.

Selten Fleisch, viel Gemüse und Obst, wenig tierische Fette, öfter mal Fisch und fettarme Milchprodukte. All das ist wichtig. Doch genauso wichtig ist, dass Sie die Fähigkeit behalten, lustbetont zu essen und zu genießen. Verabreden Sie sich mit Freundinnen zum regelmäßgen Kochabend, an dem Sie gemeinsam ein tolles Menü kochen, mit allem drum und dran. Es gibt so viele köstliche Desserts, die gut schmecken, aber wenig Kalorien haben.

Trinken Sie zwei Liter am Tag.

Am besten eignen sich dafür Mineralwässer und Tees. Beides lässt sich auch wunderbar mit Fruchtsäften aufpeppen. Bereiten Sie Ihre tägliche Trinkration gleich morgens zu und stellen Sie sie immer in Griffweite.

Achten Sie auf viel Calcium.

In den Wechseljahren steigt der Calciumbedarf von 1000 mg auf 1500 mg am Tag an. Zur Vorbeugung von Osteoporose sollten Sie deshalb ausreichend Milch und Milchprodukte in Ihren Speiseplan einbauen.  Bei den Käsesorten ist Emmentaler und Parmesan besonders calciumreich. Gute Calciumquellen sind auch Mohn und Sesam sowie Mineralwasser. Wahre Calciumräuber sind dagegen phosphat- und oxalsäurehaltige Lebensmittel wie Wurst, Fleisch, Schmelzkäse und Cola.

Putzen Sie nach dem Abendessen direkt die Zähne.

Klingt komisch, funktioniert aber wirklich. Wer nach dem Abendessen direkt seine Zähne putzt, kommt viel weniger in die Versuchung, beim Fernsehen zu naschen, zu snacken oder Alkohol zu trinken.

Keine Angst vor der Waage.

Mit 50 braucht man  täglich 400 Kalorien weniger als mit 25. Der Grundumsatz sinkt, und viele Frauen in den Wechseljahren nehmen unweigerlich zu. Wer mit regelmäßiger Bewegung und ausgewogener Ernährung vorbaut, kann aufs Kalorienzählen getrost verzichten. Und vergleichen Sie sich nicht mir Ihrem Idealgewicht vor 20 Jahren. Die meisten Frauen sehen mit ein paar Pfunden mehr sogar viel attraktiver aus.

Meiden Sie bestimmte Lebensmittel.

Wer Hitzewallungen hat, sollte mit Alkohol, scharfen Gewürzen und heißen Getränken vorsichtig sein. Sie erweitern die Blutgefäße und verstärken so das Schwitzen.

Gehen Sie regelmäßig in die Sauna.

Genau wie beim Ausdauersport wird der Körper beim Saunieren trainiert, mit Temperaturschwankungen und damit auch Hitzewallungen besser umzugehen. Den gleichen Effekt haben auch morgendliche Wechselduschen oder aber Wassertreten. Das geht auch in der Badewanne: In kaltem Wasser bis eine Handbreit unter der Kniekehle 20 bis 60 Sekunden auf der Stelle treten. Bei jedem „Schritt“ ein Bein vollständig aus dem Wasser heben.

Gehen Sie offen mit Hitzewallungen um.

Versuchen Sie lieber nicht, Schweißausbrüche zu verstecken. Der Stress, dass keiner etwas merken soll, führt erst recht zur Adrenalinausschüttung und verstärkt so die Hitzewallungen. Kleiden Sich am besten im Zwiebellook. Mit einem Top und einem Cardigan darüber, den Sie schnell ablegen können, wenn es Ihnen zu heiß wird.

Achten Sie bei der Hautpflege auf viel Feuchtigkeit.

Damit der Teint nicht müde und fahl aussieht, braucht er in den Wechseljahren so viel Feuchtigkeit wie möglich. Einer der besten Feuchtigkeitsspeicher ist dabei Hyaluronsäure. Gesichtscremes und Intensiv Konzentrate mit diesem  großartigem Wirkstoff lassen die Haut praller und jünger erscheinen. Auch Bewegung an der frischen Luft sorgt für einen gut durchbluteteten, frischen Teint.

Sorgen Sie für ein gutes Schlafklima.

Das Schlafzimmer sollte ein gemütlicher Hort der Entspannung sein. Am besten ist es kühl und dunkel, ruhig und gut belüftet. Empfohlen wird eine Temperatur von 15 bid 18 Grad Celsius und eine Luftfeuchtigkeit von 45 bis 55 Prozent. Stellen Sie Ihr Bett an die für Sie angenehmste Stelle – es sollte so groß sein, dass Sie uneingeschränkt Platz haben. Stellen Sie Ihr Schlafzimmer nicht zu voll, denn Sie brauchen Raum und Luft zum Schlafen.

Benutzen Sie das richtige Kopfkissen.

Genauso wichtig wie eine  gute, atmungsaktive Matratze ist auch das richtige Kissen. Der Mensch schwitzt am Kopf wesentlich stärker als am Körper. Am besten, Sie legen sich immer ein zweites Kissen bereit, das Sie nach nächlichen Schwitzattacken ganz einfach austauschen können. Denn frisch gebettet schläft sich´s einfach leichter.

Probieren Sie neue Entspannungstechniken aus.

Man muss keine ehemalige Balletttänzerin sein, um Yoga zu machen. Es gibt mittlerweile sehr gute Yogakurse, die speziell für Frauen in den Wechseljahren konzipiert sind. Probieren Sie es aus.  Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse, in der Volkshochschule oder im Sportverein nach. Viele Kurse werden auch gefördert.

Vermeiden Sie hausgemachten Stress.

Ständige Erreichbarkeit und Multitasking muss nicht sein. Schalten Sie Ihr Handy auch mal aus und konzentrieren Sie sich immer nur auf eine Sache. Ein klar strukturierter Tagesplan mit ausreichend Zeitpuffern für Unvorhersehbares hilft ebenfalls, Stress zu vermeiden.

Sagen Sie auch mal nein.

Sie müssen nicht allen gerecht werden und alles selbst erledigen. Delegieren Sie Aufgaben auch mal an Kollegen und Familienmitglieder. Und wenn Sie partout keine Lust auf eine Familienfeier oder einen Pflichttermin haben, dann sagen Sie einfach ab. Es ist Ihr Leben.

Denken Sie vor, nicht zurück.

Älterwerden, Falten bekommen, rundlicher werden, nicht mehr attraktiv sein? Muss nicht sein. Viele Frauen um die 50 haben eine Ausstrahlung und Gelassenheit, um die sie Jüngere  beneiden. Ist die hormonelle Umstellung erstmal überstanden, geht es den meisten Frauen richtig gut. Es ist alles eine Frage der Perspektive – jede Veränderung ist auch ein Neuanfang, der das Leben bereichert. Dank der gestiegenen Lebenserwartung liegen nach der Menopause noch drei bis vier Lebensjahrzehnte vor Ihnen. Freuen Sie sich darauf!